Wenn eine routinemäßige Inspektion ansteht oder andere Reparaturen am Fahrzeug auszuführen sind, nutzen zahlreiche Fahrer hierzulande den Briefkastenservice, der ihnen von freien Anbietern oder Vertragswerkstätten angeboten wird. Am Vortag den Fahrzeugschlüssel sowie die zugehörigen Fahrzeugpapiere in einen Briefkasten vor der Werkstatt einzuwerfen, erspart nicht nur die Fahrt zur Reparatur am frühen Morgen, sondern ermöglicht auch eine schnelle und direkte Arbeit am abgegebenen Fahrzeug. Wer sich für diesen Schritt entscheidet und den Briefkasten einer Werkstatt nutzen möchte, sollte einen genauen Blick auf dessen Sicherheit werfen, um nicht grob fahrlässig zu handeln. Schnell kann ein Wegfall des Versicherungsschutzes eintreten, der jeden Fahrzeugbesitzer im Falle des Diebstahls teuer zu stehen kommt.
Absicherung des Briefkastens genau überprüfen
Ob eine grobe Fahrlässigkeit beim Einwerfen des Schlüssels vorliegt oder nicht, entscheidet vor allem die Gestalt des Briefkastens. Verfügt eine Werkstatt z.B. über einen Briefschlitz, bei dem der eingeworfene Schlüssel sowie die Fahrzeugpapiere direkt ins Innere der Werkstatt weitergeführt werden, kann ruhigen Gewissens dieser angenehme Service genutzt werden. Anders verhält es sich bei einem losen und ungesicherten Briefkasten, der einfach am Mauerwerk der Werkstatt angebracht ist. Wer hier beim Einwerfen merken sollte, dass theoretisch sogar andere, eingeworfene Briefe mit einem Hilfsmittel zu erreichen wären, sollte selbst Abstand von diesem Service nehmen.
Fahrlässigkeit in den Augen der Autoversicherung einzuschätzen lernen
Natürlich steht in den seltensten Fällen explizit im Versicherungsvertrag etwas zum Diebstahl von Autoschlüsseln oder Papieren, sofern diese in einem Werkstatt-Briefkasten eingeworfen werden. Der Maßstab der groben Fahrlässigkeit findet jedoch in diesem Fall wie in anderen Situationen des Alltags seine Anwendung und kann schnell zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen, wenn ein Diebstahl der eingeworfenen Schlüssel offensichtlich möglich wurde. Da das eigene Auto direkt auf dem Parkplatz der Werkstatt zu finden ist und auch der Fahrzeugschein von Werkstätten als Abgabe eingefordert wird, lädt man hier Diebe regelrecht ein, das eigene Fahrzeug zu benutzen.
Werkstätten offen auf Alternativen ansprechen
Wer um seinen Versicherungsschutz bangt, sollte sich nicht scheuen und direkt mit der Werkstatt des Vertrauens ins Gespräch kommen. Jede KFZ-Werkstatt ist heutzutage bemüht, den Service am Kunden zu erweitern und ihm bei Angebot eines Werkstatt-Briefkastens eine sichere Möglichkeit der Schlüsselabgabe zu schenken, die auch mit den Richtlinien der deutschen Versicherungen konform geht. Sollte die eigene Werkstatt eher einen mangelhaften Briefkasten besitzen, lässt sich dieser Mangel ganz offen ansprechen. Nur so kann eine Besserung herbeigeführt werden, die der eigenen Person und anderen Fahrzeughaltern zukünftig eine optimale Sicherheit schenken wird.





Unsere Experte informieren Sie über News und Trends zum Thema Autoversicherung und mehr. Sie finden hier Nachrichten zu Kaskoversicherungen, Verkehrsrechtsschutzversicherung, ...